Sicherheit am Stand
1. Jede Waffe ist immer so zu behandeln, als sei sie geladen und entsichert.
2. Nur auf etwas zielen, worauf auch geschossen werden soll.
Dies ist am Stand nur der Kugelfang.
3. Achtung auf die Mündung
- Nicht in die Mündung schauen.
- Laden der Waffe nur mit Mündung in Zielrichtung.
- Begriffserklärung: Laden ist das Einführen der Kugel in den Lauf.
- Vorsicht: Nach der Sportordnung gilt bereits eine gespannte Luftdruckwaffe als geladen!
4. Vertraue niemanden und auf nichts.
Lenin: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser”
5. Wird die Waffe nicht benützt, ist sie zu entladen.
- Generell ist (bei Luftdruckwaffen) die letzte Kugel zu verschießen.
- Die geladene Waffe nicht ablegen, d.h. es ist verboten, die Hand von einer geladenen Waffe zu nehmen.
- Die ungeladene Waffe mit Sicherheitsfahne kennzeichnen, mit offenem Verschluß ablegen oder abstellen!
6. Andere Waffen nur mit Erlaubnis des jeweiligen Schützen in die Hand nehmen.
Nur der Schütze weiß Bescheid über den genauen Zustand der Waffe.
Aber auch hier gilt: Nur auf sich selber vertrauen. Menschen machen Fehler.
7. Waffen sind sicher zu verwahren und gegen Abhandenkommen zu sichern.
Genaueres regelt das Waffengesetz bzw. die Waffenverordung (AWaffV).
8. Kugelfang bzw. Hintergrund beachten.
Nicht Zuhause im Freien schießen.
Selbst eine Luftgewehrkugel kann über 100m weit fliegen und Verletzungen verursachen.
Immer weiter denken: Wohin fliegt die Kugel, wenn ich vorbeischieße oder wenn sie das Ziel durchschlagen hat.
Vorsicht vor Querschlägern.
9. Vor der Schußabgabe muß das Ziel genau erkannt sein.
Finger erst dann zum Abzug, wenn die Mündung bereits auf den Kugelfang zeigt.
„Aus Versehen” gelöste Schüsse sind gefährlich!
10. Vorsicht beim Transport und beim Tragen der Waffe.
- Beim Tragen bei Gewehren immer Mündung nach oben, bei der Pistole nach unten!
- Nur entladen tragen oder transportieren.
- Auf dem Weg von und zum Schießstand die Waffe nie offen tragen. Transport in einer verschlossenen Tasche oder Koffer.
- Waffe immer ungeladen transportieren.
- Bei Wettkämpfen: Auspacken nur im dafür gekennzeichneten Bereich, nach dem Auspacken muß die Sicherheit mit der Sicherheitsfahne gekennzeichnet sein.
11. Achtung auf Gesundheitsschäden
- Auf Gehörschutz achten!
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Blei ist als Schwermetall giftig!
Deswegen: Am Stand nicht essen bzw. trinken und nach dem Schießen Hände waschen!
Ist bei Reinigungsarbeiten mit Bleistaub zu rechnen, muss eine entsprechende Atemschutzmaske getragen werden.
- Bei Feuerwaffen (speziell Großkaliber) Augenschutz (Brille) tragen.
12. Schießen mit unbekannten Waffentypen nur nach technischer Einweisung
13. Verhalten bei Störungen: Schießleiter (Aufsicht) verständigen.
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Waffenstörungen müssen so beseitigt werden, dass niemand gefährdet wird.
Bei Problemen oder im Wettkampf grundsätzlich der Schießaufsicht Bescheid sagen. (Hand heben!)
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Bei Störungen an der Schießanlage (z.B. Zugmaschine, Beleuchtung funktioniert nicht etc.) nicht selbst eine Reparatur versuchen.
Unbedingt zu beachten ist dabei der nächste Punkt:
14. Alle Personen müssen sich hinter der Schießlinie befinden.
Ausnahme: Nur auf Anordnung des Schießleiters und gegebener Sicherheit.
Das Kommando dazu ist „Feuer einstellen”, danach ist sofort Sicherheit herzustellen.
Das bedeutet, daß es technisch unmöglich sein muß, einen Schuß abzugeben.
Die Sicherheit muß erkennbar sein.
Herstellen von Sicherheit geschieht normalerweise durch Öffnen des Verschlusses der Waffe.
Bei geringfügigen Störungen in der Anlage kann der Schießleiter das Verschießen des letzten Schusses erlauben.
Fällt jedoch das Kommando „Feuer einstellen” ist sofort Schluß!
Die Wiederaufnahme des Schießens erfolgt auf das Kommando „Feuer frei”.
15. Den Anweisungen des Schießleiters ist unbedingt Folge zu leisten.
Dr. Werner M. Dondl - 27. April 2004